Was sind Schwellensohlen?
Als Schwellenbesohlung wird eine unterseitig an Bahnschwellen angeordnete elastische Schicht bezeichnet. Diese unterseitigen Beschichtungen können im Fertigungsverfahren beim Betonieren im Frischbeton aufgelegt oder nachträglich an den Unterseiten von Bahnschwellen aufgeklebt werden.
Verbesserte Lagerqualitäten durch Kunststoffbeschichtung
In einigen technischen Parametern können Betonschwellen die Eigenschaften von Holzschwellen nicht aufwiegen. Mit unterseitigen elastischen Kunststoffbeschichtungen von Betonschwellen sind jedoch in der Kontaktfläche zwischen Schwelle und Schotter Lagerqualitäten der Holzschwelle erreichbar.
Stabilität und Dauerbständigkeit
Mit zunehmender Geschwindigkeit und Betriebsbelastung im Eisenbahnverkehr steigen die Anforderungen an den Schotteroberbau. Um die daraus erwachsenden Beanspruchungen zu beherrschen, haben die Ingenieure von Paul Müller eine allen Anforderungen genügende Schwellensohle entwickelt.
Die Schwellensohle ist fest mit der Betonschwellen-Unterseite verbunden. Sie schont den Schotter, erhöht die Gleislagestabilität und verbessert die dynamischen sowie akustischen Eigenschaften des Gleisoberbaus.
Die Fakten in Kürze:
Funktionsweise
Durch die Auswahl eines Sohl-Materials mit anforderungsgerechten Eigenschaften wird das elastische und plastische Verformungsverhalten nach kundenspezifischen Einsatzbedingungen kreiert.
1. Plastischer Verformungsanteil der Sohle
Die plastische Verformung der Sohle gewährleistet durch das Einprägen von Schotterspitzen einen Formschluss bis zum Kräftegleichgewicht und ermöglicht so durch die geometrische Anpassung zwischen Stein und Sohle die Schotterschonung sowie die Erhöhung des Querverschiebewiderstandes.
Die photogrammetrische Auswertung nach Langzeiterprobungen bestätigte am Beispiel eine Kontaktfläche von ca. 23 %. Die Kontaktfläche ohne Schwellenbesohlung wird mit 5 - 8 % angenommen
Resultat:
2. Elastischer Verformungsanteil der Sohle
In jeder Phase der zeitbezogenen Einprägung von Schottersteinspitzen in die Besohlung wirkt die Schwellensohle konstant „elastisch“ und lastverteilend. Die Schwingweite ist nicht von der plastischen Einprägung abhängig, sondern allein eine Funktion aus Materialkomposition, Sohlenstärke und der dynamische Beanspruchung aus dem Zugverkehr. Der elastische Verformungsanteil wird durch den Bettungsmoul definiert und weiterhin durch das Verhältnis zwischen dem statischen und dynamischen Bettungsmodul charakterisiert. Technische Daten zu diesen Kriterien erhalten Sie auf Anfrage und auf Ihre Beanspruchungsbedingungen „maßgeschneidert“.
Resultate:
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